Wie sollte der Biodiversitätsschutz in eine nachhaltige Agrarwirtschaft integriert werden?

Vortrag, am Mit. 25.1.2017, 18 Uhr: Sascha Buchholz (TU Berlin)

Der Schutz der Biodiversität steht im Fokus des nationalen und internationalen Umweltschutzes. In diesem Zusammenhang ist unter anderem die Frage, inwieweit wirtschaftliche Interessen mit denen des Natur- und Artenschutzes vereinbar sind, von großer Bedeutung. Die Argumente für eine intensive agrarwirtschaftliche Nutzung der Landschaft sind offensichtlich und vordergründig überzeugend: Zur Sicherung der Ernährung müssen große Flächen möglichst effizient genutzt werden, die Belange des Biodiversitätsschutzes werden dabei zumeist vernachlässigt. Vor dem Hintergrund zahlreicher negativer Folgen einer intensiven Agrarwirtschaft, wie zum Beispiel dem Verlust der Biodiversität und der damit verbundenen Reduzierung natürlicher Ökosystemdienstleistungen, ist es fragwürdig, ob diese polarisierende Argumentation überhaupt noch zeitgemäß ist und ob sich die Bedürfnisse beider Seiten nicht auch im Zuge einer nachhaltigen, ressourcenschonenden und biodiversitätsschützenden Agrarwirtschaft vereinbaren lassen. Ausgehend von den negativen Entwicklungen der Biodiversität in der Agrarlandschaft, sollen im Vortrag neue Chancen und Perspektiven für die Landnutzung aufgezeigt werden. Perspektiven, die den Schutz der Biodiversität integrieren und gleichzeitig positive Effekte für die Agrarwirtschaft schaffen.

Sascha Buchholz ist Wissenschaftler am Institut für Ökologie der TU Berlin. Ein Schwerpunkt seiner Forschungen ist die Analyse und Bewertung von Biodiversitätsveränderungen im Zuge des globalen Wandels, wie beispielsweise Landnutzungswandel und Urbanisierung.

Der Vortrag findet am Mi., den 25.1.2017, 18 Uhr im TU-Hauptgebäude, Raum H 0110 (Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin) statt. Der Eintritt ist frei und der Vortrag wird auf Anfrage von Gebärdensprachdolmetscher_innen übersetzt. Meldet euch bei aktionen-gruene-woche@riseup.net, wenn ihr die Übersetzung in Anspruch nehmen wollt.

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