ErlebnisBauernhof

Der ErlebnisBauernhof nimmt einen bedeutenden Platz auf der Landwirtschaftsmesse Internationale Grüne Woche ein, die jeden Januar in Berlin stattfindet. Er soll BesucherInnen und insbesondere SchülerInnen „Landwirtschaft zum Anfassen“ zeigen und stellt u.a. lebende Tiere wie Schweine und Küken aus.

Der ErlebnisBauernhof präsentiert dabei ein völlig verzerrtes und beschönigtes Bild der gegenwärtigen Landwirtschaft insbesondere im Hinblick auf die Tierhaltung.

Die moderne Intensivtierhaltung bedeutet für Millionen von fühlenden Individuen massives Leiden und ein Leben, das es kaum verdient, so genannt zu werden. Auf dem ErlebnisBauernhof wird dieses Leid nicht nur nicht gezeigt. Geradezu zynisch ist es, wenn in der Halle ein Tiertransporter mit der Aufschrift ‚Wir transportieren Tierschutz‘ präsentiert wird oder der Themenbereich Tierproduktion unter dem Motto ‚Mit Werten zur Wurst‘ steht.

Die Kampagne gegen den ErlebnisBauernhof!

Ich unterstütze die Kampagne, weil …

Auf der letzten Grünen Woche im Januar 2014 kamen 350.000 BesucherInnen in die Halle und es fanden 45 Schulklassenführungen statt. Getragen und gestaltet wird der ErlebnisBauernhof von Lobbyverbänden der deutschen Agrarindustrie wie der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) und dem Bauernverband.

Der ErlebnisBauernhof vermittelt ein falsches Bild der Tierhaltung, dazu aber auch ein falsches Bild vom Tier. Es werden süße Ferkel, Küken und Kälber ausgestellt, ohne zu erklären, welche komplexen Fähigkeiten und Bedürfnisse die Tiere haben und wie wenig diese in der Nutztierhaltung – und in der Messehalle – ausgelebt werden können. Die Lobbyverbände nehmen auf diese Weise massiv Einfluss auf die öffentliche Meinung. Sie indoktrinieren junge Menschen mit falschen Informationen und verharmlosenden Darstellungen und versuchen so Akzeptanz für eine Realität zu schaffen, die aus einer Vielzahl von Gründen schlicht unakzeptabel ist.

Wir fordern vom Veranstalter der Messe, der Messe Berlin GmbH, der Verharmlosung der industriellen Tierhaltung keine Plattform zu bieten!

Die FNL soll mit ihren Lügen aufhören und die Landwirtschaft so darstellen, wie sie ist: in all ihren grausamen und zerstörerischen Facetten!

Die Kampagne selbst soll einen Teil dazu beitragen, die verharmlosende Propaganda der Lobbies als solche zu entlarven und Menschen zu einer eigenen reflektierten Meinung bezüglich der gegenwärtigen Landwirtschaft zu befähigen.

Mitmachen!

Unterschreibt die Petition auf change.org!

Schickt euer eigenes Kampagnenbild ein!

Einfach auf das Bild klicken, ausdrucken, fotografieren und uns schicken an keinerlebnisbauernhof@gmx.de! Natürlich dürft ihr auch eigene Schilder basteln. Wenn ihr uns das Foto schickt, müsst ihr damit einverstanden sein, dass wir es hier und ggf. anderswo veröffentlichen, natürlich nur zum Zwecke der Kampagne.

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Hintergrund zur FNL:

Die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) – eine Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV) – hat in erster Linie ein Ziel: das Image der deutschen Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu verbessern. Dass die FNL, wie der Name suggeriert, nichts mit Nachhaltigkeit am Hut hat, zeigt ein Blick auf die Mitglieder des Verbandes. So zählen die „Großen“ der Chemie- und Pharmabranche wie BASF, BayerCrop Science, Dow, Monsanto, Syngenta, die Spitzenverbände der Agrar- und Chemischen Industrie und Verbände der industriellen Tiernutzer und Futtermittelindustrie (Geflügel- und Schweinewirtschaftsverbände, Bauernverband, u.a.) dazu. An der Vorstandsspitze sitzt DBV-Präsident Joachim Rukwied, 2. Vorsitzender ist der Vize von Bayer CropScience Deutschland, Helmut Schramm. Kurz zusammengefasst: in der FNL tummeln sich alle, die mit Massentierhaltung und AgroChemie Geld verdienen.

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